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Klassisch Indischer TanzDer klassisch indische Tanz stellt eine hoch komplexe Kunstform der indischen Kultur dar, deren Wurzeln mehrere Jahrtausende zurückreichen. Er hat einen religiösen Ursprung und entstand überwiegend in Tempeln, wo er von den Devadasis (Deva = Gott, Dasi = Dienerin), den so genannten Tempeltänzerinnen, getanzt wurde. Längst ist dieser einstige Tempeltanz auch auf die weltlichen Bühnen übergegangen. Sein religiöser Charakter ist dennoch erhalten geblieben.
In Indien haben sich sieben klassisch indische Tanzstile herausgebildet: Bharatanatyam (Tamil Nadu), Kuchipudi (Andhra Pradesh), Kathak (Norden), Odissi (Orissa), Manipuri (Nord-Osten), Kathakali (Kerala) und Mohiniyattam (Kerala). Die Grundlagen des klassischen indischen Tanzes sind im fünften Buch der heiligen Veden verankert, dem Werk Natyashastra. Dieses Buch gilt als Leitwerk der indischen Kultur wenn es um Drama, Tanz und Musik geht. Grundlegend wird der klassisch indische Tanz in nritta, nritya und natya unterteilt. Nritta gilt dem technischen Aspekt im Tanz und nritya dem expressiven. Die Verknüpfung beider ist natya und bezieht sich im Wesentlichen auf die gestische und dramatische Darstellung des Tanzes. Zu nritya gehört auch abhinaya, zu denen die berühmten Handgesten (mudras) und deren Ausführung (die so genannten hastas) zählen. Mit Hilfe dieser „wortlosen Sprache" lassen sich sowohl konkrete Dinge als auch abstrakte Begriffe darstellen. Mehr Informationen zum klassischen indischen Tanz finden sie hier MohiniyattamMohiniyattam ist ein sehr lyrischer und femininer Tanz. Dieser einstige Tempeltanz aus Kerala/Südindien entwickelte sich zu einer ausdrucksstarken und komplexen Bewegungsform. Das Erscheinungsbild des Mohiniyattam ist geprägt von seinen anmutigen, langsamen, runden und ineinander fließenden Bewegungen. Charakteristisch sind das Schwingen von der Lotlinie nach links und rechts, die sehr feinen Oberkörperbewegungen und die weit ausladenden Schritte. Neben den Bewegungsabfolgen (adavus) und rhythmischer Fußarbeit spielen Mimik und Schauspiel sowie subtile gestische Bewegungen der Finger und Hände, so genannte mudras, eine wichtige Rolle. Mit ihrer Hilfe werden der indischen Mythologie verwandte Geschichten im Tanz erzählt. Mehr Informationen zum Mohiniyattam finden sie hier
KathakKathak ist ein vor allem in Nordindien verbreiteter Tanzstil und wurde durch herumziehende Barden entwickelt, die in rhythmischen Versen mythologische Geschichten in Tempeln vortrugen. Nach der Einwanderung der Muslime in Nordindien änderten sich die religiösen Inhalte des Kathaks und weltliche Themen wurden integriert. Die Kathak-Tänzer banden ihre Erzählkunst immer mehr in den Tanz ein. Dieser Tanz zeichnet sich durch eine hoch entwickelte Fußperkussion, schnelle Drehungen, Sprünge und weiche, stilvolle Armbewegungen aus. Handgesten und Mimik helfen die Geschichten ausdrücken, die im Kathak oft von Krishna und Radha handeln. BollywoodDie Bollywoodtänze, dessen Namensgeber die größte indische Filmindustrie in Mumbai (ehemals Bombay) ist, bezeichnen eine Reihe von Tänzen, die sich an die Tanzeinlagen indischer Filme anlehnen. In diesen Bollywoodfilmen wird die jahrtausendealte indische Tradition der Verbindung von Schauspiel, Gesang und Tanz auf moderne Art weitergeführt. Unter Bollywood Tanz wird kein einheitlicher Tanzstil verstanden, vielmehr ist er eine Mischung aus ganz verschiedenen Stilrichtungen. Er besteht zumeist aus Elementen des klassischen und folkloristischen indischen Tanzes sowie westlichen Tanzstilen wie dem Zeitgenössischen Tanz, Hip Hop oder Jazz Dance. Die Bewegungen werden passend zu Stimmung und Aussage des Liedes eingesetzt und interpretieren oft den Text mit entsprechenden Handgesten. Kreativer KindertanzIm Kreativen Kindertanz wird das natürliche Bedürfnis der Kinder sich zu bewegen gezielt genutzt und gefördert. Die Kinder sollen spielerisch in die Welt des Tanzes eingeführt werden und Freude am körperlichen Ausdruck entdecken. Phantasie, Körperbewusstsein, Motorik, Musikalität, Ausdrucksfähigkeit und Rhythmik werden auf natürliche Weise ausgebildet und weiterentwickelt. Die Kinder lernen, sich gesund zu bewegen und selbst zu erfahren. Auch wird ihr Sozialverhalten positiv gefördert, indem sie sich in eine Gemeinschaft - die Tanzgruppe - einfügen und lernen, die anderen Kinder zu akzeptieren und zu respektieren. Im Kindertanz wird das einseitige Erlernen spezieller Tanztechniken bewusst vermieden. Durch seine ganzheitliche Ausrichtung, die alle Sinnesorgane des Kindes anspricht, hat der Kreative Kindertanz ebenfalls positive Auswirkungen auf die Fähigkeiten von Lesen, Rechnen und Schreiben. Tanz ist nonverbal und eignet sich daher besonders auch zur Unterstützung bei der Integration von Kindern unterschiedlicher Herkunft. Zeitgenössischer TanzDer Zeitgenössische Tanz beinhaltet im Unterschied zur Klarheit des klassischen Balletts sehr unterschiedliche Bewegungsformen und stellt eine Synthese verschiedener Tanztechniken - wie Modern Dance, Release Technik, Improvisation - dar. Der Tanz wirkt oft individuell, dynamisch und bezieht auch die Bodenebene mit ein. Durch eine gezielte Beobachtung und Wahrnehmung von eigenem Atem, Gewicht und Energiefluss wird ein leichtes und bewusstes Tanzen ermöglicht. Technische Fähigkeiten, Flexibilität, Haltung, Koordination und Kraft werden verbessert. Insgesamt hat der zeitgenössische Tanz eine natürlichere Herangehensweise an die Körperarbeit als das eher artifizielle klassische Ballett und ist somit für viele Menschen als Tanzform bestens geeignet. Iyengar-YogaIyengar-Yoga ist eine Form des Hatha-Yoga und nach seinem Gründer B.K.S. Iyengar benannt, der 1918 in Indien geboren wurde. Iyengar selbst ist als Yogameister international anerkannt und verehrt. Er hat die als Hatha-Yoga bekannten Körperhaltungen (Asanas) und Atemtechniken, die über viele Jahrhunderte hinweg entstanden sind, systematisch geordnet, erforscht und weiterentwickelt. Die Einzigartigkeit der Methode Iyengar`s liegt in einer sehr detaillierten Körperarbeit und dem Einsatz verschiedener Hilfsmittel, die es jedem ermöglichen, Yoga zu praktizieren.
Durch regelmäßiges Üben von Yogahaltungen entwickelt der Mensch eine intensivere Wahrnehmung von Körper und Geist. Gerade durch die Genauigkeit der Iyengar-Methode ist es möglich, in tief liegende Schichten des Körpers einzudringen und körperliche Fehlhaltungen nachhaltig zu korrigieren. Die Asanas stärken muskulär schwache Stellen und dehnen steife Regionen des Körpers, was sich immer auch auf den Geist auswirkt. Letztlich führt eine regelmäßige Yoga-Praxis zu einem ausgeglichenem Verhältnis von Körper und Geist, stärkt die Konzentrationsfähigkeit und verleiht innere Ruhe und Stabilität. Kinder-YogaIm Kinder-Yoga werden auf spielerische Art und Weise verschiedene Bewegungsabläufe und Entspannungstechniken des Yoga vermittelt. Die Kinder lernen über verschiedene Geschichten nebenbei die indische Kultur und ihre zahlreichen Traditionen kennen. Gerade für Kinder ist es in unserer schnelllebigen Zeit wichtig, Yoga zu üben. Immer mehr Kinder weisen ein hohes Bewegungsdefizit auf und leiden unter Leistungsdruck und Reizüberflutung. Die Folgen sind Haltungsschäden, Unruhe, Ängste, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen etc. Die Kinder erwerben durch die regelmäßige Yoga-Praxis die Fähigkeit mit den alltäglichen Herausforderungen gelassener und selbstbestimmter umzugehen. So erreichen sie eine größere Unabhängigkeit gegenüber äußerlichen Dingen und lernen den Weg zu ihrer eigenen Mitte zu finden, aus der sie neue Kraft und Stabilität schöpfen können. Das oftmals vorherrschende Leistungsprinzip, das sich in sportlichen oder darstellenden Disziplinen findet, bleibt beim Yoga ausgeschlossen. Yoga ist für alle geeignet und hilft den Kindern, ihr eigenes Potential zu entdecken und zu fördern.
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